Der Hochaltar

Unser Hochaltar ist wie die gesamte Kirche im Rokokostil gehalten. Beim Rokokoaltar ist fast immer der Altartisch mit Tabernakel vom Hochbau gelöst und demselben vorgestellt. Es entsteht ein Gang, der als Opfergang verwendet werden kann.

Den Hochbau bilden zwei glatte, hohe Säulen, die das Altarbild flankieren. Das Bild zeigt den Kirchenpatron, den hl. Goerg als Drachentöter, und stammt von Andreas Steeger (1710). Die beiden hohen Heiligenfigurenstatuen der hl. Bischöfe Blasius (316) und Wolfgang (31. Oktober 994), vermutlich Werke des Bildhauers Urban Remele aus Kremsmünster und die Engelsfiguren sind für gewöhnlich Elemente des Barock. Die Säulen und Pilasterkapitelle sind nicht nach antikem Vorbild, sondern frei geformt, eben im Stil Rokoko. Den oberen Abschluß des Hochaltars bildet eine wunderschöne Figurengruppe, eine Darstellung der Krönung Mariens.

Der gesamte Hochbau ruht auf einem Postament aus edlem, rotem und schwarzem Marmor. Der Altar selbst ist als Prachtstück der Rokokokunst anzusehen. Thematisiert ist er durch Glaube, Liebe und Hoffnung. Die Frauengestalt mit dem Kreuz steht für den Glauben, die mit dem Anker für die Hoffnung. Eine Gestalt mit dem Herzen, die für die Liebe stehen würde, habe ich lange Zeit vermißt. Schließlich gelang ich zur Ansicht, daß für die Liebe das Relief am Tabernakeltürchen steht: Christus stirbt am Kreuz ! Bischof Maximiliam Aichern hat im Gespräch diese Vermutung bestätigt. Als es um die Ausstattung der Kirche (Altar, Seitenaltäre, Kanzel und Heiligenfiguren) ginge, legte ein unbekannter "Meister" (ein Tischlergeselle) dieses Relief als Beweis seines Könnens vor. Daraufhin wurde ihm der Auftrag erteilt.